Wir hatten den Traumstrand in Koh Rong schweren Herzens verlassen und waren in einem Ort gelandet, von dem man sich zu Hause nichts Gutes erzählt. „So schlimm wird es schon nicht werden“, dachten wir uns und schon waren wir hier: Kampot. Was wir davor im Paradies am Coconut Beach erlebt hatten, könnt ihr >> hier << nachlesen.

#80/20.12.2018 – Dort, wo der…

„Geh doch dort hin, wo der Pfeffer wächst!“ – JEDER kennt diesen Spruch und NIEMAND verwendet ihn wirklich (hoffentlich!). Aber jeder weiß, dass man dorthin eigentlich nicht hingeschickt werden möchte. Mutig wie wir sind, haben wir uns getraut, sind in Sihanoukville in den Bus gehüpft (7$ ~ 6,20€ p.P.) und – voller Angst vor diesem furchtbaren Ort – nach Kampot gefahren. Ok – Jetzt ist Schluss mit den schlechten Übertreibungen – versprochen!

Also ernsthaft: Von Kampot kommt angeblich der beste Pfeffer der Welt und dementsprechend viele Pfefferplantagen gibt es hier auch. Es gibt hier auch einige Höhlen zu besichtigen und da wir seit der Konglor-Höhle in Laos richtige Höhlen-Fans sind, freuten wir uns natürlich darauf, auch dieser zu erkunden. Leider mussten unsere Pläne aber erstmal pausieren, weil Patrick krank geworden war. Leichtes Fieber, Magenverstimmung und Kraftlosigkeit sorgten dafür, dass er flach lag und sich auskurieren musste. Die Symptome wurden glücklicherweise schnell wieder besser, weswegen wir auch keinen Arzt aufsuchten. Da kommt einen ja gleich alles mögliche in den Sinn, wenn man auf einer Reise so weit weg von zu Hause krank wird und sich nicht sicher ist, woher das denn kommt. Wäre es schlechter geworden, hätte er sich natürlich untersuchen lassen müssen – lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.

#82/22.12.2018 – Zeit für unsere Pläne

Patrick ging es am nächsten Morgen etwas besser und wir liehen uns bei unserer Unterkunft (4$ ~ 3,54€) ein Moped, um zu einer bekannten Pfefferplantage zu fahren. Wir entschieden uns für die Farm „La Plantation“, da mit den Einkünften Schulen in der Nähe unterstützt werden und der Pfeffer dort organisch gedüngt wird. Hierfür wird Kuhkot und Fledermauskot verwendet! „WAS? Fledermauskot? Wie kommt man denn da ran?“ – Ja, das haben wir uns auch gefragt. Das mit dem Kuhkot ist ja nicht so schwer, aber für das gute Zeug von den Fledermäusen gehen die Arbeiter extra in die Höhlen und machen sich dort auf die Suche. Eine Arbeit, die wir uns sehr„speziell“ vorstellen.

Verschiedene Pfeffersorten zum Durchkosten

Auf der Pfefferfarm durften wir den Pfeffer kosten und bekamen anschließend eine 20-minütige Führung durch die Plantage – und zwar kostenlos! Wir hatten uns davor nie wirklich mit Pfeffer beschäftigt (wozu denn auch?) und waren erstaunt, dass es so viele verschiedene Arten gibt. Grüner Pfeffer, roter Pfeffer, schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, Langpfeffer,… wir durften uns einmal quer durchkosten und wurden mit einer Aromavielfalt überrascht, mit der wir nicht gerechnet hatten. Mit Salz verfeinert, mit Bananenchips und sogar Pfeffer der irgendwie nach Holz roch…? Ich muss gestehen: Ich bin ja nicht wirklich ein Fan von scharfem Essen (im Gegensatz zu Patrick), aber ich hab mich drübergetraut und alles brav probiert – das Resultat: Danach fühlte ich mich wie ein feuerspeiender Drache… Aber war trotzdem froh, es probiert zu haben!

Pia freut sich über ihren stylischen Hut
Eine Pfefferpflanze

Mit brennender Zunge und einem schicken Hut ging es dann mit unserem Guide weiter auf die Plantage. Hier sei erwähnt, dass hier nicht nur Pfeffer wächst. Zum ersten Mal haben wir gesehen, wie eigentlich eine Drachenfruchtpflanze aussieht oder wie eine Passionsfrucht wächst. Auch Ananas und Bananen wachsen auf der Plantage, die gleich hier zu Chips verarbeitet werden. Ein richtiges Multitalent diese Farm! Wir waren begeistert, so viele neue Sachen an einem Ort zu sehen!

Auf zu den Höhlen! … oder doch nicht

Nach der Pfefferfarm ging es auf zu den Höhlen! … So wäre zumindest der Plan gewesen, aber Patrick ging es leider wieder schlechter und wir beschlossen, in die Unterkunft zurückzufahren. So ist das nunmal oft mit unseren Plänen. Oft nehmen wir uns etwas vor und verbringen dann an einem Ort so viel Zeit, dass wir zu dem zweiten gar nicht mehr kommen und den Besuch auf den nächsten Tag verschieben. Oder wie in diesem Fall: Die Gesundheit natürlich vor geht. Aber um ehrlich zu sein, stört uns das überhaupt nicht. Ein Vorteil unserer Reise ist es gerade, dass wir jeden Augenblick ganz bewusst erleben können und frei entscheiden, was die nächsten Schritte sind.

Wir fuhren also zurück, denn am nächsten Tag sollte es weiter ins nächste Land gehen (JUHU!!) und das würde wohl wieder etwas anstrengend werden. Also: Den restlichen Tag Bettruhe für Patrick! Wir waren froh, dass er zumindest vorübergehend so fit war, dass wir die Plantage besuchen konnten. Denn jetzt kann uns getrost jeder dorthin schicken, wo der Pfeffer wächst – und uns gefällt es sogar!


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