Im Internet gibt es haufenweise Tipps zum „Land der Millionen Elefanten“. Hier wollen wir deshalb nur diejenigen Punkte zusammenfassen, die wir als besonders wichtig empfinden und die uns trotz Internetrecherche einige Fragezeichen im Kopf erspart hätten.

1) Visa beantragen

Deutsche und Österreicher benötigen für die Einreise nach Laos ein Visa. Praktischerweise kann man dieses auch erst vor Ort ansuchen, was ein Aufwand von ca. 15 Minuten ist. Wir kamen von Thailand über die Grenze nach Huay Xai und hatten keinerlei Probleme, unser 30-Tage-Visa zu bekommen. Benötigt haben wir nur aktuelle Passfotos sowie ein bisschen Bargeld (wir zahlten in thailändischen Bath).

Die Kosten für unser Visa haben sich auf umgerechnet ca. 37,5 Euro p.P. belaufen. Achja: Bei dem Visa-Antrag sind – wie überall – viele Felder auszufüllen, die wir noch nicht wussten (bspw. Ausreisedatum oder Unterkunft in Laos). Diese haben wir einfach freigelassen, was die Beamten nicht störte.

2) Transport

Die Verkehrsinfrastruktur in Laos ist leider nicht mit der von Thailand oder anderen südasiatischen Ländern zu vergleichen. Oder anders ausgedrückt: Bei einer Busfahrt werdet ihr – egal mit welchem Busunternehmen – richtig durchgerüttelt, weil die Schlaglöcher richtig heftig sind. Hinzu kommen sehr eigenartige Erlebnisse: Bei unserem Nachtbus (!) nach Pakse stürmte alle zwei Stunden eine Horde Hühnchen-am-Spieß-Verkäuferinnen den Bus und weckten uns auf. Dennoch empfehlen wir auch in Laos den Local-Bus, auch für weitere Fahrten. Der ist zumindest günstig und und so viel länger braucht man im Endeffekt auch nicht.

Auf den Zug ausweichen ist leider nicht möglich, denn Schienen wurden in Laos nie verlegt. Genauso werdet ihr innerstädtische Buslinien nur in wenigen Städten finden (haben wir nie genutzt), sondern müsst euch meist auf das Handeln mit den Tuk Tuk-Fahrern einlassen. Passt auf, dass ihr nicht abgezockt werdet! Uns wollte man in Phonsavan eine Tuk Tuk-Fahrt zum zehnfachen (!) Preis andrehen. Einzig positiv am Verkehr, dass sich die laotische Gemütlichkeit auch im Verkehr niederschlägt. Das macht die Straßen um einiges sicherer. 😉

3) Roller ausleihen

In Laos sind uns bis zu fünf Personen auf einem Roller genauso begegnet, wie kleine Kinder. Wir machten uns deshalb auch keine Gedanken darüber, welchen Führerschein wir wohl für eine Ausfahrt benötigen. Zu beachten ist lediglich, dass ihr als Ausländer generell den Kürzeren ziehen werdet, egal wer an einem Unfall Schuld hat. Und genauso wie in Thailand ist nicht die Polizei (die bei einer Kontrolle ein bisschen Geld kassiert) das Problem, sondern ob eure Versicherung im Falle eines Unfalles bezahlt. Den internationalen Führerschein solltet ihr wohl jedenfalls dabeihaben.

Fragt euch am Besten selbst, ob ihr bereit seid, das Risiko einzugehen und euch einen Roller auszuleihen. Dabei müsst ihr übrigens euren Reisepass beim Verleiher abgeben – das liegt nicht im Ermessen des Verleihers, sondern ist in Laos Pflicht. Der Verkehr ist prinzipiell viel ruhiger als in anderen südostasiatischen Ländern, dafür müsst ihr euch auf die gefährlichen Schlaglöcher konzentrieren. Da ist volle Konzentration gefordert! Wir machten sogar den genialen Thakhek-Loop – eine Erfahrung, die wir auf keinen Fall missen wollen. Roller haben uns in Laos zwischen 7-12€ gekostet

4) Probleme mit den Geldscheinen

Für einen Euro bekommt ihr ca. 9500 laotische Kip. Den Zehntausenderschein werdet ihr also häufig brauchen und hier liegt eine große Gefahr: Denn er sieht dem Eintausenderschein zum Verwechseln ähnlich und wir empfehlen, beim Retourgeld immer genau hinzuschauen. Als wir einen Einheimischen darauf ansprachen, erklärte er uns, wie die Laoten das Problem lösen: Sie falten alle Scheine, die kleiner sind als der Zehntausender, zu Zehntausender-Päckchen zusammen. Damit hatten auch wir das Scheine-Wirrwarr ein schnell in den Griff bekommen.

5) Telefon

SIM-Karten für den Internetzugang bekommt ihr bei Handy-Verkäufern oder den Anbietern selbst. Wir haben uns nach längerer Recherche für Unitel entschieden, wo wir für 12 GB Datenvolumen 150.000 Kip bezahlten. Es hat auf unserer Reise – mit Ausnahme des Dschungels – immer wunderbar funktioniert. Wie in Thailand hatten wir auch hier entschieden, uns das Internet über einen mobilen Hotspot zu teilen und haben uns somit eine zweite SIM-Karte gespart.

6) Booking oder Agoda?

Für Thailand hatten wir euch empfohlen, die Booking-Plattform Agoda zu verwenden. Die gehört zwar ebenfalls zur Booking Holdings (Booking.com, Kayak, Rentalcars, Momondo,…), ist dort aber deutlich günstiger. In Laos sind wir bei manchen Unterkünften hingegen mit Booking.com deutlich günstiger untergekommen. Alle unsere Unterkünfte haben wir übrigens >> hier <<  aufgelistet.

Für uns steht seitdem jedenfalls fest, dass wir beide Plattformen sowie zusätzlich die Google-Suche zu verwenden, um den günstigsten Preis für eine Unterkunft zu finden. Der Vergleich ist nicht viel Aufwand, bringt aber richtig viel.

7) Toiletten

Ein wichtiger Punkt zum Schluss, mit dem man in Südost-Asien zwar täglich konfrontiert ist, über den aber kaum gesprochen wird. Wir hatten zum Glück schon die Erfahrung aus Thailand und wussten: Die Asiaten verwenden kein Klopapier – zumindest nicht so, wie wir Europäer das gewohnt sind. Trockenes Papier finden sie nämlich unhygienisch und säubern sich stattdessen mit einem seitlich von der Toilette angebrachten Wasserschlauch. Klopapier wird – wenn überhaupt – nur zum Abtrocknen verwendet und anschließend in einen Mülleimer geworfen. Die Toiletten sowie die Kanalisation sind deshalb auch nicht auf das Hinunterspülen von Toilettenpapier ausgerichtet! Achtung: Verstopfungsgefahr!

Also, damit es deutlicher wird: Ihr müsst den Schlauch nehmen und spritzt entweder von hinten nach vorne (Männer) oder vorne nach hinten (Frauen) alles sauber. Danach nehmt ihr Toilettenpapier und trocknet euch ab. Nach ein paar Tagen gewöhnt ihr euch auch daran und nicht vergessen: Übung macht den Meister!

Schreibe einen Kommentar