Nach drei Tagen waren wir endlich in Luang Prabang, unserem ersten Ziel in Laos angekommen! Die Erkundung des Landes konnte nun beginnen. Über die Reise in die Stadt, könnt ihr im letzten Beitrag (Von Thailand ins Land der Millionen Elefanten) nachlesen.

#31/1.11.-2.11.2018: Wo ist der Flair?

Die alte Königstadt des Landes, dessen Flair Backpacker aus aller Welt fesselt. So hatten wir es zumindest gehört – doch wir wussten nicht so recht, wo denn dieser Flair eigentlich sein sollte. Nach unserer Ankunft arbeiteten wir zwei Tage am Blog und Vlog und verbrachten die Zeit in einem Lokal, das unsere schlichten Anforderungen erfüllte: Sessel mit Polster, Steckdose und Wifi.

Ein kleines Highlight waren für uns die Sandwich-Stände am Straßenrand. Einfach mal zwischendurch ein Brot zu essen ist ein kleines Detail, das wir von zuhause vermissen. Doch das konnte doch nicht alles sein, was diese Stadt zu bieten hat, oder?

#33/3.11.2018: Luang Prabang fesselt uns!

Am Samstag sollte es aber endlich soweit sein: Wir mussten den Grund finden, warum alle so von Luang Prabang schwärmen. Und wo sollte der eher zu entdecken sein, als in der Altstadt? Wir schlenderten also das Mekong-Ufer entlang und plötzlich war es da. Dieses Gefühl, wie man es wohl in der Karibik haben muss. Im Schatten riesiger Palmen strahlte die Stadt eine Ruhe aus, die sich irgendwie auf uns übertrug. Wir frühstückten gemütlich und sahen den Booten zu, wie sie vorbei schipperten. Und am Weg zur Bambusbrücke sahen wir den Malerinnen zu, wie sie wunderschöne Motive auf Bananenblätter pinselten. Wir genossen die Atmosphäre.

Bei der Bambusbrücke angelangt stellten wir fest, dass sie leider noch nicht aufgebaut war. Jedes Jahr wird sie zu Beginn der Regenzeit abgebaut und am Ende wieder aufgebaut, um eine leichte Überquerung des Flusses zu ermöglichen. Aber wir waren wohl zu früh dran. Das störte uns – zu unserer eigenen Überraschung – überhaupt nicht: Es war kein Mensch zu sehen und wir setzten uns einfach auf den betonierten Sockel, von dem die Brücke normalerweise auf die andere Seite führt. Wie lange wir dort saßen – keine Ahnung. Aber die Stadt hatte uns nun voll gepackt! Wir sahen uns bis zum Abend noch den ältesten Tempel der Stadt und den Palast an, unser Highlight des Tages blieb aber die Altstadt als solche.

#34/4.11.2018: Der frühe Vogel…

Am Sonntag läutete unser Wecker schon um 4:30 Uhr! Wir machten uns nämlich auf, um den Almosengang der Mönche anzusehen. Dieser sollte um ca. 05:00 Uhr losgehen und danach wollten wir auf den Stadtberg (der wohl eher ein Hügel ist), um den Sonnenaufgang zu bewundern. Leider hatte sich das frühe Aufstehen für uns nicht wirklich ausgezahlt. Der Almosengang der Mönche erschien uns eher wie eine Touristenattraktion und wir fühlten uns ein wenig unwohl dabei, die Mönche so zu beobachten. Wir hielten ein wenig Abstand und gingen nach zehn Minuten Richtung Mount Phousi. Es war schon knapp vor Sonnenaufgang und vor uns lagen noch 300 Stufen bis zur Spitze des Hügels. Wir beeilten uns also, um ja nichts zu verpassen. Doch oben angekommen mussten wir feststellen, dass eine dicke Nebelschicht keinen Sonnenstrahl durchlassen würde. Dennoch: das Krähen der vielen Hähne war ein interessantes Morgenlied. „Das Land der Millionen Hähne“ wäre wohl auch ein passender Name für Laos.

Am Abend besuchten wir dann den Nachtmarkt, der jeden Abend entlang einer großen Straße in der Altstadt aufgebaut wird. Hier bekommt man richtig gutes Essen: direkt am Anfang der Straße gibt es in einer kleinen Seitenstraße ein vegetarisches Buffett für 1,50€ und leckeren Kuchen! Bei den zahlreichen Ständen findet man noch allerlei Markttypisches. Das gemütliche Stöbern war ein gelungener Ausklang für den Abend.

#35/5.11.2018: Schönster Wasserfall der Welt?

Heute sollte der Höhepunkt unseres Aufenthalts in Luang Prabang folgen. Wir liehen uns einen Roller (120.000 Kip ~ 12€) und düsten zum wohl schönsten Wasserfall in ganz Süd-Ost-Asien: dem Kuang Si Wasserfall! Die Fahrt dorthin war schon sehr abenteuerlich. Zwar sind die anderen Verkehrsteilnehmer nicht so chaotisch wie in Thailand, aber die unzähligen Schlaglöcher stellen eine richtige Herausforderung dar.

Wir kamen heil an und aus dem Staunen nicht mehr heraus! Wir wissen nicht, wie ein Wasserfall noch schöner sein könnte als dieser! Das türkis-blaue Wasser ist nicht nur wunderschön, sondern auch extrem erfrischend. In einem natürlichen Becken des Wasserfalls kann man nämlich baden – und wir wollten gar nicht mehr von dort weg. In einem der schönsten Wasserfälle baden: definitiv unser Highlight bist jetzt!

Luang Prabang: Eine Liebe auf den zweiten Blick. Mit jedem Tag, den wir dort waren, mussten wir – ob wir wollten oder nicht – gemütlicher werden und uns so an den Laos Way of Life anpassen. Eine Stadt, die wir auf unserer Reise definitiv nicht missen möchten. Doch schon hieß es wieder Rucksackpacken: vor uns stand eine neunstündige Busfahrt durch das Gebirge!


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