Wir sind jetzt schon drei Wochen unterwegs. Doch in der dritten Woche mussten wir erstmals unsere Pläne komplett umwerfen und es uns gemütlich machen. Über unsere zweite Weltreise-Woche könnt Ihr >> hier << nachlesen.

#015/16.10.18: Wir meiden den Pool

Leider wurde heute nichts mit dem Entspannt-am-Pool-liegen, so wie wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Direkt neben dem Pool war jetzt nämlich – hinter einem grünen Absperrzaun nur schwer zu verstecken – eine weitere Baustelle aufgebaut. Und sie war auch kaum zu überhören: Der Presslufthammer hämmerte irrsinnig laut gegen den Boden und unsere Nerven! Wir suchten uns deshalb ein Café, in dem wir die nächsten Stunden arbeiteten. Endlich wurde dann auch unser zweiter Vlog fertig! 😍 Am Abend gingen wir in ein Restaurant essen, bestellten uns beide Pad Thai und stellten eindeutig fest: Den Pad Thai-Koch von Bangkok wird so schnell keiner übertreffen!

#016/17.10.18: Zimmer für 5,40€

Da wir sowieso nicht gemütlich beim Pool arbeiten konnten, war uns auch nicht leid darum, dass wir von ihm wegzogen. Im Gegenteil: Wir wollten endlich ein bisschen Ruhe. Wir suchten und fanden rasch eine neue Unterkunft, die uns gerade einmal 5,40€/Nacht kosten sollte – für beide zusammen! Das ist so verrückt!

Wir fanden gleich gegenüber ein kleines Restaurant, wo der Besitzer superfreundlich und das Essen gut war. Wir beschlossen daher, unseren Aufenthalt in Chiang Mai um ein paar Tage zu verlängern. Irgendwie waren wir noch immer nicht so richtig zur Ruhe gekommen und die ToDo-Liste für unseren Blog wurde immer länger. Außerdem mussten wir auch endlich unsere Weiterreise planen sowie ein Moped ausleihen.

Am Abend besorgten wir uns ein paar Snacks in einem kleinen Imbiss und stellten nach einem kurzen Riecher sogleich fest, dass wir zu weit aus dem Fenster gelehnt hatten. Unsere „Chips“ rochen nämlich wie Fischfutter und schmeckten echt eigenartig. Davon ließen wir lieber die Finger, denn nicht dass wir noch tatsächlich Fischfutter essen. Zum Glück gab’s als Ersatz noch das gute alte Popcorn!

#017/18.10.18: Die fürchterlichste Massage der Welt

Wir frühstückten gegenüber unseres Guesthouses und nach längerer Pause meldete sich Patricks Schulter wieder mit beißenden Schmerzen. Also suchten wir uns das günstige Massage-Studio in der Nähe – wir wollten mal testen, wie groß die Unterschiede zu einem „normalen“ Studio sind. Und wir bereuten es! Als wir ankamen, wirkte es eher so, als würden wir sie gerade beim Fernsehen stören und dass wir eher mit Widerwillen massiert werden würden. Aber gehen lassen wollten sie uns auch nicht. Die Betten wirkten, als ob sie seit Jahren nicht mehr gewaschen worden wären, obwohl die Frau einen Wäsche-Service hatte!

So fühlte sich die Massage dann auch an und wir gingen sofort danach duschen. Wieder etwas wichtiges gelernt: ein Euro Unterschied kann entscheidend sein! Zu Mittag setzten wir uns in ein Café, wo Pia erstmals selbst am neuen Video schnippelte und Patrick am Blog bastelte. Nach einer Suppe zum Abendessen entdecken wir eine kleine Garküche am Straßenrand, bei dem wir uns einen Bananen-Nutella-Kokos-Pfannkuchen gönnten. Mmmmmmhhhhh… Mega lecker! 😋

#018/19.10.18: Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten

Wir gingen wieder lecker frühstücken und mussten dann für einen Tag in ein anderes Zimmer ziehen. Wir machten uns wieder auf den Weg zu einem gemütlichen Café. Auf dem Weg dorthin lernten wir einen Amerikaner kennen, der seit Jahren hier in Chiang Mai lebt. Das Café gab es leider nicht mehr und so spazierten wir wieder zu unserem gestrigen Arbeitsplatz. Nun hieß es wieder: Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, damit der Blog und das neue Video endlich fertig wird. Einige Arbeitsstunden später gab es dann wieder die leckere Suppe vom Vortag, nur leider war die Bananen-Schoko-Frau nicht mehr aufzufinden… 🙁
Wie so ein Arbeitstag aussieht, könnt ihr euch >>hier<< ansehen.

#019/20.10.18: Abenteuerliche Wanderung

Nun sollte endlich wieder ein aktiver Tag vor der Tür stehen! Wir wollten nämlich zu einer Tempelanlage wandern und von dort weiter den Doi Suteph hinauf, um die Aussicht auf Chiang Mai zu genießen. Auf die Idee kamen wir durch einen Abonnenten (Wir freuen uns über jeden Tipp von euch 😉 ). Der Monk’s Trail (Mönchsweg) führte uns zu einer wundervollen, idyllischen Stelle. Wir verweilten ein wenig auf den Felsen in einem Fluss und kühlten uns ab, bevor uns der Weg weiter hinauf führte.

Im Internet hatten wir gelesen, dass ein Wanderweg direkt zum Aussichtspunkt führt. Und das hat er uns auch – irgendwie zumindest. Es war ein extrem steiler Weg, der aus einem ausgetrockneten Flusspfad bestand, den es zu bezwingen galt. Und wenn wir nur eine Minute Pause machten, schwärmten Mückenhorden um unsere Füße und zerstachen uns. Also keine Zeit für Pausen! Bis das letzte Stück nur noch Ansatzweise einem Weg ähnelte und wir uns nicht mehr sicher waren, ob hier überhaupt schon einmal jemand gewesen ist. Doch die Freude war groß, als wir dann endlich erschöpft ankamen. (Ok ok: Vielleicht sagen wir auch nur, dass der Weg so anstrengend war. Wir könnten auch sagen, dass wir ruhig öfter trainieren könnten, aber psssst… 🙈)

Die Aussicht machte aber alles wieder wett! Es hatte sich echt gelohnt! 😍 Erst als wir wieder gingen, bemerkten wir, dass wir von der komplett falschen Seite gekommen waren. Normalerweise führen zu diesem Wat 309 Stufen, die wir dann erst beim hinuntergehen sahen. 😃 Wir hingegen, kamen von der Seite, wo die Mönche wohnten. Mit ein paar anderen Backpackern teilten wir uns schließlich ein Taxi hinunter in die Stadt. Gemeinsam mit ihnen verbrachten wir noch den Abend und holten uns auf dem Saturday Night Market richtig scharfes Essen, das sogar Patrick zum Schwitzen brachte! Im Guesthouse angekommen fielen uns sofort die Augen zu!
An diesem Tag haben wir auch die Kamera laufen lassen. Das Video findet ihr >>hier<<.

#020/21.10.18: Durch den Regen

Gleich in der Früh holten wir uns ein Moped (war super unkompliziert!), um zum höchsten Punkt in Thailand zu fahren: dem Doi Inthanon. Wir wussten, dass es kalt werden würde, also packten wir unsere Jacken und sicherheitshalber auch unsere Regenjacken ein. Gut vorbereitet könnte man meinen. Doch wir konnten nicht wissen, was uns an diesem Tag noch erwarten würde…

Schon beim Losfahren fing es leicht an zu regnen, aber wir ließen uns nicht davon abhalten. „In Bangkok lag der Wetterbericht auch immer falsch“, dachten wir uns. Nach einem kurzen Stop, um ein paar Snacks zu kaufen, sahen wir dunkle Regenwolken am Himmel. „Aber da drüben sieht es doch nicht so schlimm aus, oder? Wir fahren ja vom Schlechtwetter weg!“ – Ja, das war unsere Traumvorstellung. Voller Optimismus folgten wir weiter unserer Route. Doch wir kamen nicht weit. Der Himmel verfinsterte sich in alle Richtungen und der Regen wurde immer schlimmer. Wir mussten anhalten und uns unterstellen. „Sollen wir jetzt wieder zurückfahren?“ Mittlerweile waren wir zwei Stunden unterwegs gewesen und der Doi Inthanon war noch weit entfernt. Außerdem klang die Idee bei einem Gewitter zum höchsten Punkt zu fahren immer waghalsiger. Nachdem der Regen selbst den Thais zu viel wurde, drehten auch wir um.

In der Unterkunft schnell warm geduscht und wieder trocken, überlegten wir nun weiter. Eigentlich wollten wir morgen mit dem Moped nach Pai fahren. Aber nun waren wir uns wegen dem Wetterbericht unsicher. Auf der Strecke befinden sich 724 Kurven und bei Schlechtwetter sollen sogar die Einheimischen die Strecke meiden. Was sollen wir nur tun?

#021/22.10.18: Was tun?

Früh am Morgen klingelte der Wecker. Wir hatten am Vorabend beschlossen, so früh wie möglich loszufahren, um dem Regen zuvorzukommen. Doch das war kaum möglich, denn es hatte die ganze Nacht in Strömen durchgeregnet und ein Ende war nicht in Sicht. Wir beschlossen nach einer Stunde wehmütigen Nachdenkens also, nicht zu fahren und schliefen noch ein wenig weiter. Als wir wieder aufwachten, war der Regen aus. „Sollen wir jetzt doch fahren? Ist es uns das wert? Bereuen wir es, wenn wir nicht fahren?“ Wir wussten einfach nicht, was wir tun sollten…

Wir warfen sicherheitshalber nochmal einen Blick ins Internet und lasen die Erfahrungsberichte. Anscheinend würde die Straße voller Matsch sein und man würde fast nicht vorankommen. Auch unser Rezeptionist meinte: „It’s possible, but it’s a really bad idea“. Ok, also war es endgültig entschieden: Wir würden nicht fahren. Die Gefahr einen Unfall zu haben oder einfach nur völlig erschöpft in Pai anzukommen, waren keine sonnigen Aussichten. Sonne würde in den nächsten Tagen sowieso Mangelware sein und wir würden die ganze Zeit in unserem Bungalow festsitzen. Da bleiben wir lieber hier und machen uns noch ein paar gemütliche Tage in Chiang Mai, bis es dann ins nächste Land weitergeht!

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